Treten, Spucken, Beleidigen – all das müssen Polizistinnen und Polizisten in Deutschland fast täglich ertragen. Und nicht nur gegen Polizeibeamtinnen und -beamte sind Aggressionen an der Tagesordnung, auch gegen Rettungskräfte und Feuerwehrleute werden immer wieder Tätlichkeiten ausgeübt. Im Jahr 2015 wurden bundesweit 64 371 Polizisten Opfer von Straftaten, 2 600 mehr als im Jahr zuvor.

Selbst bei alltäglichen Diensthandlungen erfahren Polizisten aggressives Verhalten.

 

2018: Täglich Neun Angriffe auf Polizeibeamtinnen und –beamte in Niedersachsen

Die Gewalt gegen Polizeibeamte nimmt weiterhin zu. Nach dem absoluten Höchststand 2017 (3178 Angriffe) wurden im Jahr 2018 laut Polizeilicher Kriminalstatistik erneut
über 3000 Angriffe auf Polizeibeamtinnen und –beamte registriert.
Statistisch betrachtet wurden damit pro Tag fast neun Polizistinnen und Polizisten in Niedersachsen bei der Ausübung ihres Dienstes angegriffen.

Gewalt gegen Polizeibeamte ist leider ein alltägliches Ereignis geworden. Oftmals haben diese Angriffe schwerwiegende Folgen.

 

Wer hilft den Polizeibeamten bei der Bewältigung dieser Erlebnisse?

In den einzelnen Polizeibehörden gibt es psychologisch geschulte Ansprechpartner, die ihre Hilfe bei der Verarbeitung dieser, aber auch anderer, belastender Situationen anbieten.
Der Sozialfonds der Polizei e.V. sieht sich als Ergänzung dieser Hilfen. Grundsätzlich ist der Polizeibeamte durch den Dienstherrn abgesichert.

Doch können sich finanzielle Folgen eines solchen Angriffes ergeben, die eine Unterstützung durch den Sozialfonds der Polizei e.V. notwendig werden lassen. Nicht selten werden Lebensplanungen zerstört.
Dazu können fehlende private Absicherungen wegen kleiner Kinder oder einem gerade gekauften Eigenheim kommen oder Behandlungen, die nicht von der Krankenversicherung bezahlt werden, für die Genesung aber wichtig sind.

Hier und in anderen Fällen prüft der Sozialfonds der Polizei e.V. unbürokratische Hilfen.

Gemeinsam mit der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft vermitteln wir sehr häufig für die Betroffenen kostenlose Aufenthalte in den Einrichtungen der Stiftung. Dort sollen die Polizeibeschäftigten und ihre Angehörigen Ruhe und Erholung finden, um sich von den oftmals sehr belastenden Folgen der Gewalterlebnisse zu erholen.

Unsere Arbeit finanzieren wir überwiegend durch Spenden und Zuwendungen von Gerichten. Der Sozialfonds der Polizei e.V. ist beim Oberlandesgericht Oldenburg im Verzeichnis der gemeinnützigen Einrichtungen als Empfänger von Geldauflagen eingetragen.